Realisierung von Forderungen in der Insolvenz und Zwangsverwaltung
Teilnehmer
Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte von kommunalen Unternehmen und deren Betriebsführungsgesellschaften.
Nutzen
Die Zahlungsmoral von Unternehmen und Privatpersonen wird stetig schlechter. Zunehmende Zahlungsschwierigkeiten zwingen Ver- und Entsorgungsunternehmen ein erfolgsorientiertes Forderungsmanagement aufzubauen. Bei der Insolvenz und in der Vollstreckung ist ein zielgerichtetes und effektives Verhalten zum Sichern von Forderungen unabdingbar. Besonders der Umgang mit Insolvenzverwaltern, Fragen zur Antragstellung und Forderungsrealisierung im Zusammenspiel mit allen Beteiligten stellt die Verantwortlichen vor Herausforderungen.
Im Seminar erläutern die Referenten kompakt und anhand von Beispielen
die Konsequenzen einschlägiger Vorschriften,
den Umgang mit den Beteiligten,
die Schritte, um Forderungen geltend zu machen,
aktuelle Entscheidungen aus der Gerichtspraxis,
Musterschreiben,
Aufbau eines aktiven Forderungsmanagement,
Möglichkeiten der Sicherung von Forderungen und
die Schnittstelle zwischen Insolvenz- und Verwaltungsrecht.
Referenten
Lars Kuhnert ist Insolvenzrichter am Amtsgericht Neuruppin. Olaf Hünemörder und Matthias Veihelmann, Rechtsanwälte SHP Schütte Horstkotte & Partner (Bad Doberan/ Berlin).
Die Rechtsanwaltskanzlei SHP Schütte Horstkotte & Partner hat die Fachveröffentlichung „Die öffentliche Körperschaft als Insolvenzgläubiger“ erfasst (Kohlhammer-Verlag).
Programm
Aktuelles Insolvenzrecht, Überblick und Abgrenzung Ablauf und Ziele des Insolvenzverfahrens, Abgrenzung zu anderen Vollstreckungsverfahren.Insolvenzgründe und Gläubigergruppen. Der Gläubigerantrag. Aktuelle Rechtsprechung zum Widerruf von Lastschriften. Das P-Konto in der Insolvenz.
Grundzüge des Verbraucherinsolvenzverfahrens Ablauf und Überblick des Verbraucherinsolvenzverfahrens. Vollstreckung in der Wohlverhaltensperiode. Restschuldbefreiung - Folgen für die Kommunen undkommunalen Unternehmen. Gerichtspraxis aus der Sicht eines Insolvenzrichters.
Realisieren von Forderungen bis zum Insolvenzverfahren Vor-Insolvenz-Sicherung. Adressierung von Bescheiden - effiziente Realisierung von Forderungen. Einfluss auf laufende Verträge und Forderungen. Umgang mitdem vorläufigen Insolvenzverwalter. Einfluss auf die laufenden Ver- und Entsorgungsbeziehungen.
Forderungen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens Das Wahlrecht des Insolvenzverwalters. Risiko: Masseunzulänglichkeit gemäß § 208 InsO und Vollstreckung. Forderungsanmeldung - Was ist zu beachten?Abgrenzung „Insolvenzforderung, Neuschulden, Masseverbindlichkeiten“. DieKommune als Massegläubiger. Vollstreckung nach Eröffnung – Durchsetzung von Müllgebühren und kommunalen Abgaben. Vorteile der öffentlichen Last. Grundzügedes Anfechtungsrechts - Aktuelle Rechtsprechung.
Zwangsverwaltung und Zwangsverwalter Sinn und Zweck der Zwangsverwaltung und Abgrenzung. Nebeneinander von Zwangsverwaltung, Zwangsversteigerung oder Insolvenz. Anordnung des Verfahrens,Wirkung und Umfang der Beschlagnahme. Alternativen zur Zwangsverwaltung.Die öffentliche Last in der Zwangsverwaltung. Differenzieren: Beiträge oder Gebühren. Haftung des Zwangsverwalters. Ansprüche gegenüber dem Verwalter.