Leitende Angestellte aus den Bereichen Abfallwirtschaft, Vertrieb, neue Geschäftsfelder, Betriebswirtschaft, Kundenbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit.
Nutzen
Das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG) weist den Kommunen die Aufgabe zu, Altgeräte zurückzunehmen und für die Hersteller zur weiteren Entsorgung bereitzustellen. Für kommunale und private Entsorgungsunternehmen bietet das Sammeln und Verwerten von Elektroaltgeräten interessante Möglichkeiten. Sie können Elektroaltgeräte selbst vermarkten und damit den Gebührenhaushalt entlasten. Allerdings ist die Sekundärrohstoffbranche in einem hohen Maße preislichen Schwankungen ausgesetzt.
Nach einigen Jahren Erfahrungen mit dem ElektroG sind eine Reihe von Umsetzungsfragen geklärt. So liegt zur Abgrenzung von b2c- und b2b-Altgeräten Rechtsprechung vor. Aktuell besteht jedoch aufgrund der zusammengebrochenen Rohstoffmärkte eine große Verunsicherung, ob die Kommunen von der Option der Eigenvermarktung Gebrauch machen sollten. Auch die hohen Anforderungen des LAGA-Merkblatts 31 an die Altgeräte-Entsorgung bergen viel Diskussionsstoff.
Referenten
Dipl.-Kfm. Jürgen Behrendt, Behrendt Recycling GmbH (Neumünster) Dr. Horst Bröhl-Kerner, Recyclingzentrum Frankfurt e.V. und Mitglied der Fachgruppe Arbeit und Umwelt der BAG Arbeit Alexander Goldberg, Vorstand, Stiftung Elektro-Altgeräte Register (ear) (Fürth) Dipl.-Ing. Torsten Höppner, Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (Bad Segeberg) Christiane Schnepel, Umweltbundesamt (Dessau) Dr. Holger Thärichen, Rechtsanwalt, Gaßner, Groth, Siederer & Coll. (Berlin) Annett Zeisler, Rechts- und Fachaufsicht ElektroG Umweltbundesamt (Dessau)
Programm
Dr. H. Thärichen:Kommunale Herausforderung ElektroG Die neuen Pflichten der Kommunen. Geräteannahme (b2c und b2b). Umgang mit gewerblichen Sammlungen von Altgeräten. Abholung durch die Hersteller. Trennung von Sammel- und Übergabestelle. Aktuelle Rechtsprechung.
A. Goldberg: Stand der Umsetzung des ElektroG und mögliche Entwicklungen Fakten zum derzeitigen Stand. Mögliche Auswirkungen der Überarbeitung der WEEE-Directive.
C. Schnepel; A. Zeisler: Stand und Ausblick der Entsorgung von Elektroaltgeräten Abgeschlossene und neue Forschungen, ausgewertet unter dem Blickwinkel, Wege zu mehr Ressourcenschonung zu eröffnen und auch zu beschreiten
J. Behrendt: Auswirkungen der Freistellungen auf die Wirtschaftlichkeit und Qualität Grenzen der mechanischen Aufbereitung. Vorschläge für eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Aufbereitern. Potenziale und Hand-lungsbedarfe.
Dr. H. Bröhl-Kerner: Wiederverwendung und Recycling Erfassung, Sortierung und Vorbehandlung zur Optimierung von Wiederverwen-dung von Geräten und Bauteilen sowie der Rückgewinnung seltener Metalle
T. Höppner: ElektroG: Wie dicht liegen Anspruch und Wirklichkeit beieinander? Konzepte und Handlungsspielraum. Erfolgreich durch die Wirtschaftskrise?
Gebühr
Mitglieder VKS im VKU 420 €, Sonstige 500 € zzgl. MwSt.